B U C H I M B E I S L - P R O G R A M M
café ci
16, payergasse 14 • tel. 01/403 18 27
Termine jeweils Donnerstag, 21h, sofern nicht anders angegeben.
v o r a n k ü n d i g u n g
programm herbst 2009
Ab oktober ist es soweit:
"Eine Kooperation zwischen Manfred Judmaiers verdienstvoller Ottakringer Lesereihe Buch im Beisl, Christoph Theilers und Renate Pittroffs experimentierfreudigen galerie wechselstrom und der Alten Schmiede bringt neuen Schwung in die in einer Stadt immanent geführte Debatte zwischen Zentrum und Peripherie. Franzobels unkonventionelle politische und literarische Positionierung bildet einen adäquaten Auftakt dieser neuen Zusammenarbeit ..."
kurt neumann, literarisches quartier, alte schmiede
programm frühjahr 2009
| 5. März, 20h: |
"in meinem gefängnis bin ich selbst direktor" - werner kofler |
| 12. März, 21h: |
rosa pock liest aus ihren texten |
| 19. März, 21h: |
"hirnt nix, kein liebvoll" - magdalena knapp-menzel |
| 26. März, 21h: |
manfred rumpl (wien) und hermann mensing (münster) |
| 2. April, 21h: |
"speise gedichte und anderes" - ferdinand schmatz |
| 9. April, 21h: |
"tausend schritte nach petersburg" - rudolf kraus, manfred chobot |
| 16. April, 21h: |
erblühen aus formaler strenge - jakob lediger |
| 23. April, 21h: |
die kleine ich-bin-ich ag - andreas plammer |
| 30. April, 21h: |
kalbsembryonenverkostung - renate pittroff und christoph theiler |
| 7. Mai, 21h: |
die arbeitslosenpolizei - christine werner |
| 14. Mai, 21h: |
spiegelfeld, band 5, neun bundesländer - christian zillner |
| 21. Mai, 21h: |
orbret. brunftgedichte und fleischballaden - robert frittum |
| 28. Mai, 21h: |
stammgäste - wolfgang millendorfer |
| 4. Juni, 21h: |
"und jetzt" - clemens berger |
| 18. Juni, 21h: |
aus einem textstrauß die eine oder andere blume ... - katharina tiwald |
| 25. Juni, 21h: |
grenadiermasch - gerhard altmann |
weitere termine in vorbereitung
5. märz, 20 uhr
werner kofler
in meinem gefängnis bin ich selbst direktor
(texte aus den letzten 40 jahren)
Hg.: Klaus Amann. Drava Vrlg. 2007
erste lesung in wien
Kennen Sie schon meinen Triestroman in einem Satz, nein? Laß Triest aus dem Spiel, sagte sie bitter ... Gut, nicht? Ah, wie gerne würde ich noch kürzere Romane und Novellen schreiben, wie gerne würde ich nichts mehr schreiben, überhaupt nichts mehr,aber meine Nichtlesergemeinde, die Millionen und Abernmillionen, die nach meiner Literatur nicht verlangen, zwingen mich, damit fortzufahren ... Aber keine Frage, irgendwann werde ich alle, die nichts von mir hören wollen, mit Verstummen und Schweigen bestrafen ... Und sollten sie noch so sehr nichts von mir hören oder lesen wollen, ich werde mich nicht umstimmen lassen, nicht ich.
(Aus "Herbst in Freiheit".)
Vielen seiner immer noch zu wenigen leser gilt Werner Kofler, seit Thomas Bernhard tot ist, als der wortgewaltigste prosaist österreichs und als schärfster und untergriffigster satiriker des landes.(...) er selbst und viele seiner texte beziehen einen guten teil ihrer kraft aus der moralischen und literarischen verachtung des betriebs, auf den er als schreibender zugleich matriell und existentiell angewiesen ist ...
so will die repräsentative auswahl, die texte unterschiedlichster gattungen enthält, gerade jene ansprechen, die sich der verstörenden und reinigenden wirkung Koflerscher wortgewitter bislang nicht ausgesetzt haben.
12. märz, 21 uhr
rosa pock
liest aus ihren Texten
einen orden
für jeden der lebt/ keine rechtfertigung/ von
niemandem für niemanden/ noch besondere
verdienste sind nötig/ lediglich eine bedingung
gilt/ den übergang vom nichts/ zum etwas
zu wagen/ jeder bekommt/ verdientermaßen/
seine hundekette.
19. märz, 21 uhr
"hirnt nix, kein liebvoll"
magdalena knapp-menzel
... da ich die sprache nicht beherrschen kann, halte ich sie ein stück von mir weg, um sie besser zu sehen.
26. märz, 21 uhr
BiB / Luftschacht Verlag
manfred rumpl, zuletzt "Ihr Mann und der Fremde" (Roman, 2008), liest
Unveröffentlichtes.
Nach sieben veröffentlichten Romanen (zuletzt "Fausts Fall" 2007 und
"Ihr Mann und der Fremde" 2008, beide im Luftschacht Verlag erschienen)
arbeitet Manfred Rumpl jetzt an einer Reihe von Erzählungen.
In deren Mittelpunkt stehen ein Ich-Erzähler und seine Beziehungen, vor
allem zu Frauen, an die er sich jeweils Jahre danach reflektierend
erinnert. Mit dem Älterwerden verändert sich auch die Stimme des
Erzählers.
hermann mensing liest aus "Pop Life" (Roman, 2009)
"Pop Life":
In einem Tessiner Dorf treffen sich drei Männer, die sich zwanzig Jahre
nicht gesehen haben: Steven lebt in Kenia als Architekt, Hans, ein
Westfale, mäßig erfolgreicher Schriftsteller, und Paul, der Gastgeber,
ein Immobilienmakler.
Die drei sind Anfang der Siebziger durch Südamerika gereist. Sie waren
nicht das, was man "beste Freunde" nennt. In den Jahren danach hatten
sie kaum Kontakt.
Der Höhepunkt dieses Treffens mit Familien wird ein Tag auf dem Luganer
See. Man mietet Motorbote, man fährt hinaus, schwimmt, isst, trinkt, man
kreuzt den See, am Abend gerät die Gesellschaft in einen Gewittersturm …
"Pop Life" ist die Geschichte einer Generation, die mit den Beatles
aufwuchs, all die Orte, die heute touristische Massenziele sind, noch in
ihrem Urzustand sah, und die Geschichte eines tragischen Unfalls. Es
spiegelt die Sprachlosigkeit seiner Figuren, ihre Fragen nach Sinn,
Schuld, ihre Fragen nach den Kausalzusammenhängen, die Gewichtung ihrer
Zuneigung untereinander und versucht, über drei Kontinente, fast vier
Lebensjahrzehnte und den darin verwobenen Lebensgeschichten der
Wahrheit, falls es denn eine gibt, näher zu kommen.
2. april, 21 uhr
speise gedichte und anderes
ferdinand schmatz
der mund - wir öffnen und schliessen ihn zum reden, zum essen. speisen wir also auch gedichte oder handelt es sich um speise gedichte? in der lesung von ferdinand schmatz (!) wird sich zeigen, was wir so alltäglich und eben darüber hinaus auszulöffeln haben und welchen schmaus die buchstaben wie die wörter und sätze in das ohr und den mund zu legen verstehen. dieses verstehen zu verfeinern und zu erweitern darum gehts, auch, in der prosa von schmatz, die sich unter anderem "portierisch" nennt, der dichter von unten ganz oben, das kann nur gut gehen, geschmack hin oder her:
KÄSE
lochgelaunt
die
schmelzung
als
wahre
vergilbt
9. april, 21 uhr
tausend schritte nach petersburg
manfred chobot & rudolf kraus
Blinder Passagier nach Petersburg
manfred chobot
Seit Jahrzehnten schreibt Manfred Chobot Essays über Literatur und Bildende Kunst für Zeitungen, Zeitschriften und Kunstkataloge. Erstmals sind sechzehn davon in einem Buch versammelt. Ungewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten, deren Leben und Werk ihn faszinieren - frisch wahrgenommene Nachklänge von dem, was ihm zu bewahren wichtig ist.
Darunter Autoren, die im Sog der politischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts ganz unterschiedliche Bahnen zogen, wie Franz Jung, der 1920 ein Schiff entführt hatte, um mit dem Genossen Lenin zu sprechen, Mitbegründer von Dada Berlin war und knapp der NS-Todeszelle entkam oder Arnolt Bronnen, der sich für den Nationalsozialismus begeisterte, später Widerstandskämpfer und Kommunist wurde, und - nach Kriegsende - der erste Bürgermeister von Bad Goisern war.
Es finden sich künstlerische Wegbegleiter Chobots, wie Max Riccabona und Christian Loidl, der eine Verfasser kurioser Prosa, der andere einer der innovativsten Lyriker der jüngeren Generation. Nicht unerwähnt bleibt die wichtige österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger.
Manfred Chobot hat auch Gespräche geführt, mit dem spanischen Schriftsteller Jorge Semprún, KZ-Überlebender und Spanienkämpfer; mit Leo Navratil, Gründer des Gugginger "Haus der Künstler" sowie mit Wolf Vostell, dem Pionier von "Fluxus".
Seinen langjährigen Freunden Othmar Zechyr, Karl Anton Fleck und Alfred Hrdlicka sind detaillierte Essays gewidmet.
tausend schritte neben mir
rudolf kraus
In seinen neuen Sprachbildern gibt der Autor seine Gefühle preis: eine schonungslose Reise durch tiefe, männliche Empfindungen.
"Der Autor nimmt uns mit auf seine Reise durch die Topografie der Gefühlswelt.
Wie kleine Fähnchen markieren die Texte die Orte ihres Entstehens: Wien,
Bozen, Köln, Rhodos, Hamburg u. a.
Ort und Zeit sind bestimmt - der Ausgang bisweilen ungewiss oder überraschend."
Anton G. Leitner
"Nein, zu Rudolf Kraus' neuer Lyrik empfehle ich kein vornehmes Glas Rotwein.
Das wäre doch zu banal! Ich würde vielmehr meinen, dass die Krausschen Miniaturen am besten zusammen mit etwas genossen werden, das wir ,Petits Fours' nennen, Objekte, die gleich den ,tausend schritten' über eine gleichzeitig wehrhafte wie schmückende Glasur verfügen. Und ein zauberhaftes Innenleben.
Genießen Sie!"
Heinrich Steinfest
16. april, 21 uhr
Erblühen aus formaler Strenge
Anagramme und kurze Geschichten zur Zeit
jakob lediger
Jakob Lediger gibt Anagramme zu aktuellen Begriffen, die ihm in der Medienwelt, seinen Wirtshäusern und seiner übrigen Umgebung zugeflüstert und aufgebrüllt wurden und werden und sträubt sich darüberhinaus noch in kurzen Briefen und Geschichten gegen die auf ihn eindringende Wirklichkeitspsychose. Liebe für diese Wirklichkeit ist nicht ausgeschlossen. Haß ebenso wenig. Inzwischen singen noch Trunken- wie Nüchternheit ihr Lied: Am Abend mit den Raben palawern. In der Frühe dann die Kater kraulen.
23. april, 21 uhr
Die kleine Ich-Bin-Ich AG
Oder: Texte vom Verkaufen sind auch nur verkaufte Texte
andreas plammer
"Ich verbillige mich, ich verbestpreise mich, ich versonderangebote mich, ich verpreisnachlässige mich, ich bin der Angebotshammerhai im Luxuskarpfenteich, der Preisschlagersänger, der Roberto-Blanko-Scheck. Ich verkaufe mich gut, ich gehe weg wie die warmen Semmeln. Ich bin so billig."
30. april, 21 uhr
kalbsembryonenverkostung
renate pittroff und christoph theiler
Embryonen in der Haute Cuisine -- ein exklusives Vergnügen, das einige mutige Esser unternommen haben. Eine Frischzellenkur für verwöhnte Gaumen auf Basis des Wiener Schnitzels.
Der Text erzählt von einer Reise, die bei der Kalbsembryonengewinnung beginnt, über die Entwicklung verschiedener Verarbeitungsmethoden führt und beim finalen Menüplan endet.
Renate Pittroff und Christoph Theiler laden ein in die Welt ausgefallener Spezialitäten wie Embryonenschinken mit kandierten Zitronen und Kalbsaugen auf Placentaparfait.
Im Rahmen dieses Experiments wird über Schlachtethos, Lebensmittelhygiene, Tierschutzgesetz, Landwirtschaft, Gentechnik und Gourmettempel diskutiert.
7. mai, 21 uhr
Buchpräsentation & Aktionistisches
Die Arbeitslosenpolizei
Recherche/Prosa von
christine werner
Cartoons von Carina Klammer, Arovell Gosau/Wien, 2009
Die GAV-Autorin, Netz- und Aktionskünstlerin Christine Werner präsentiert eine packende Recherche über die Praxis der österreichischen Arbeitslosenverwaltung und schafft die Verbindung von Sprachkunst und Tatsachenbericht auf fulminante Weise. "Die Arbeitslosenpolizei" - der Titel lässt keinen Zweifel zu: Dieses Buch würde den Ruf des AMS als Hilfsinstitution für Arbeitssuchende demolieren - wenn er nicht schon demoliert wäre.
Eine Lesung aus dem druckfrischen Buch, dazu Bildprojektionen der Cartoonistin Carina Klammer, Gesichtskontrollen durch den Arbeitslosenpolizisten Mike Blumentopf (Aktionskünstler), Livemusik des Orchesters der Arbeitslosenpolizei, und auf das Augustin Sturmgewitter muss trotz Terminüberlastung nicht verzichtet werden: die neueste CD sorgt für den passenden Einstieg.
14. mai, 21 uhr
christian zillner
liest aus
Spiegelfeld, Band 5, Neun Bundesländer
Spiegelfeld ist ein elfbändiges Epos, geschrieben von Christian Zillner,
das die Geschichte Österreichs am Beispiel der adeligen Familie Spiegelfeld
erzählt. Jedem Jahrhundert seit 907 ist ein Band gewidmet, in jedem erlebt
ein Spiegelfeld historische Figuren (wie Kaiser und Fürsten, etwa Heinrich
III. oder Otokar II. etc.) und Ereignisse (wie den Ersten Kreuzzug oder die
Pest in Wien etc.). Band 5 springt ins 20. Jahrhundert und schildert
Bundesland für Bundesland anhand lebender Personen, die stellvertretend für
das jeweilige Land stehen, die jüngste österreichische Geschichte. Aus
diesem Band werden Passagen bei der Lesung vorgetragen.
Wer in einen Spiegel schaut sieht etwas
das er nicht ist und nicht spürt;
trotzdem hält er es
für ein Abbild seiner selbst;
das bin ich, so sehe ich aus,
sagt er, obwohl er
dort im Spiegel weder ist
noch sich spürt;
was, wenn die Welt
ein einziges Spiegelfeld wäre
Das Versepos SPIEGELFELD versammelt Stimmen verschiedener Menschen aus den Epochen der österreichischen Geschichte. In der Vielzahl der Stimmen erscheint eine weithin vergessene Welt oft auch in vergessenen Sprachen. Mögliches Befremden kann ein Leser abwenden, wenn er sich in Erinnerung ruft, dass ein Epos eine alte Literaturform ist. Sie wird laut vorgetragen. Kein stilles Lesen des SPIEGELFELD wie beim Roman, sondern lautes Vorlesen. Der Klang der Stimme konstituiert den inneren Zusammenhalt - und so wird auch scheinbar Fremdes wieder verständlich.
21. mai, 21 uhr
orbret. brunftgedichte und fleischballaden
robert frittum
Musikalische Lesung / Buchpräsentation
ORBRET - Ein gnadenlos realistischer Traumtänzer, verträumter Sucher, neurotischer Singvogel - oder aber auch: Der Esel, der vom Berg der Kindheit fiel. Popmusik, Höhenrausch, eklektisch, elektrisch - oder aber auch: Stecker raus, Ratlosigkeit - Sturzflug.
Der Autor und Musiker Robert Frittum versammelt in seinem Gedichtband "ORBRET - Brunftgedichte und Fleischballaden" Fragmente eines Aufbruchs, riskiert eine programmatische Collage und hat am Ende drei Jahre Chaos einer nordburgenländischen Kindheit, einer intellektuellen Entfremdung, einer Suche nach den Elementarkräften von Liebe und Panik in ein Buch gepackt und den Schlussreim ehrlich verweigert ...
Einige seiner Texte gestaltet Robert Frittum mit akustischer Gitarre - ein verkappter Songwriter? Ein Autor der tut, wie er kann: Schreiben, Singen, Musizieren.
Sein Herz war taub
und Laub lag ihm im Hirn
im Dunkeln mühte sich der rote Zwirn -
Kein Finger fing den Faden, zog ihn grade.
Er dachte viel -
und das war schade.
28. mai, 21 uhr
STAMMGÄSTE
wolfgang millendorfer
Lesung / Buchpräsentation
Sie sind die wahren Helden. Lustige Gesellen, seltsame Wesen, Cowboys und traurige Gestalten. Keiner weiß, was sie als nächstes tun.
Und so kommen auch Millendorfers Geschichten daher - alles ist erlaubt, alles kann geschehen. Und, manchmal geschieht nicht viel, das aber umso intensiver.
4. juni, 21 uhr
Und Jetzt
clemens berger
Buchpräsentation / Lesung
Clemens Berger liest aus "Gatsch / Und jetzt. Zwei Stücke" sowie aus dem neuen Erzählband: "Und hieb ihm das rechte Ohr ab".
Ich kenne nur diese Welt und diese Menschen
Und in dieser Welt mit diesen Menschen
Ist kein Platz für uns
Die Verschiedenen
Aus: Und Jetzt. Ein Stück
18. juni, 21 uhr
Aus einem Textstrauß die eine oder andere Blume ...
katharina tiwald
Aus einem Textstrauß die eine oder andere Blume: unveröffentlichte Gedichte, Kurzgeschichten und Auszüge aus dem Roman in Arbeit, der jenes Zwangssystem unter die Lupe nimmt, das in der Kombination Schule/Familie junge Menschen auf immer verbiegt.
... der Weg zum Haus ist schmal und mit Euros gepflastert.
Wir räkeln uns auf dem Pflaster voll Schuld und Lust.
Wir sind mit Rosen gezähmt und mit Euros gezähmt und mit
Euros gepflastert,
die Nasen, die Schienbeine,
Mund und Haar,
Euros im Haar,
den Eros im Nacken.
Wir fliegen. ...
Aus: "Alpha, Theta. Kitsch und Hirnblumen". edition lex liszt, 2007.
25. juni, 21 uhr
Grenadiermasch
gerhard altmann
Lesung / Buchpräsentation
Frische Texte und heterogene Zutaten ergeben einen Literatur-Eintopf, aus dem es vom literarischen Tagebuch des Autors, lyrischen Reisebildern, szenischen Texten bis zu Abgründigem aus Burgenlands Weinkellern Ansprechendes zu verkosten gibt.
liebesgedicht an eine rückseite
aus der schmalen weißspur des rückens tretend wie der zartbehäutete pfirsich aus der oberfläche eines milchmixes ein breiterwerdendes versprechen sich links und rechts wölbend flach zu dem hinab der beine am beginn des dazwischen sind schon härchen zu sehen du kannst so weich schauen dass ich dich am liebsten gerahmt und für alle zeit in meine gedanken hängen würde was könnte schöner sein als deine gänsehautsanddünen und dein name du arsch
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