SYRIZA: Yanis Varoufakis zu Ökonomie als Wissenschaft

Wenn die neue SYRIZA-Regierung sich auf dem wirtschaftspolitischen Parkett so bewegen kann wie ihr Finanzminister, Yanis Varoufakos, auf dem Parkett der Elfenbeinturm-Ökonomie, dann ist Optimismus angesagt.

Vorauszuschicken: Es hat mich gefreut, dass SYRIZA die Wahlen gewonnen hat, denn seit Jahren warte ich auf ein Zeichen, dass die GriechInnen sich die ganze Tortur nicht gefallen lassen. Jetzt haben sie endlich ein solches Zeichen gesetzt. Was die SYRIZA-Regierung tatsächlich ändern wird können, wird sich zeigen. Aber ein Atout hat die Regierung aus meiner Sicht bereits: Den intellektuell amüsantesten Finanzminister, den ich bisher kenne. Zu seiner Person siehe Wikipedia (englisch): Yanis Varoufakis.

Was mich so amüsiert hat, ist dieses zweiteilige Interview von Yanis Varoufakis mit naked capitalism aus dem Jahr 2012 über den „inhärenten Irrtum“ der akademischen ökonomischen Zunft, das ich hiermit empfehle – nachfolgend die Links:

The New Priesthood: An Interview with Yanis Varoufakis Part I

The New Priesthood: An Interview with Yanis Varoufakis Part II

Beginn des ersten Teils:

„The essence of the economists’ inherent error is that they erred into thinking it is possible to tell a credible story about how values and prices are formed in complex (multi-sector) economies that grow through time. For decades economists struggled to produce such a narrative. But all their best laid plans for piecing it together crashed on the shoals of indeterminacy. Put simply, their mathematical models could not be solved. “

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