Windenergie – Fliegende Kraftwerke

Gestern hielt ich fliegende Windkraftwerke für eine Schnapsidee. Heute bin ich ein bisschen gescheiter.

Im Zuge einer Diskussion über die Vor- und Nachteile von Windkraftwerken mit zwei Freunden warf ich gestern spontan ein, dass es dann wohl am besten wäre, tausende Kraftwerke in großen Höhen im konstanten Jetstream herumfliegen zu lassen. Das erschien uns offenbar allen etwas phantastisch.

Aber kaum 20 Stunden später lerne ich dazu: Die Idee ist gar nicht neu und vielleicht sogar realistisch (wenn auch nicht im Jetstream). Denn beim Lesen der Kommentare zu einer anderen mutmaßlichen Schnapsidee – Total will u.U. Kernreaktoren bauen, um Öl aus kanadischen Ölsanden fördern zu können (Big oil getting desperate: Making oil with nuclear energy) finde ich einen Kommentar, der genau dieses Thema anspricht und auf eine Website verlinkt.

Und das ist der Link: www.skywindpower.com.

Die Sky WindPower Corporation (San Diego, Kalifornien) will die ursprünglich vom australischen Ingenieur Bryan Roberts entwickelte Technologie – Fluggeräte nach dem Hubschrauberprinzip – marktreif machen (Professor Roberts ist Honorary Chairman des Unternehmens).

Der Grund: „Unsere Zahlen zeigen, dass die Kosten der Energiegewinnung aus Wind in großen Höhen ohne Subventionen geringer sein sollten als die [einer Energiegewinnung] auf Basis fossiler Brennstoffe.“ (Deutsche Version von mir.)
Den US-Patentantrag (2005) gibt es hier: Precisely controlled flying electric generators. Interessant, oder?

Zum Konzept von Bryan Roberts brachte übrigens GEO Anfang 2001 einen kurzen Artikel: Regenerative Energien: Strom aus den Wolken.

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