[Dezember 2000]

O-Ton

Bei der internationalen Drogenprohibition scheint der Weg das Ziel zu sein.

"Jede Vertragspartei trifft vorbehaltlich ihrer Verfassungsgrundsätze und der Grundzüge ihrer Rechtsordnung die notwendigen Maßnahmen, um nach ihrem innerstaatlichen Recht den Besitz, den Kauf oder den Anbau von Suchtgiften oder psychotropen Stoffen für den persönlichen Verbrauch entgegen der Konvention von 1961, der Konvention von 1961 in ihrer geänderten Fassung oder des Übereinkommens von 1971, wenn vorsätzlich begangen, als Straftat zu umschreiben."
Art. 3 (2), UN-Konvention über Suchtgifte und psychotrope Stoffe von 1988

"Kolumbien kann die Drogen hier an einem bestimmten Punkt eindämmen, aber wenn die Nachfrage anhält, dann wird sie irgendwer woanders auf der Welt produzieren. Nachrichtendienste berichten uns bereits von möglichen Pflanzungen in Afrika."
Andres Pastrana, Präsident der Republik Kolumbien, Ende August 2000.

"Wir haben tatenlos zugesehen, wie dieser ‚War on drugs' eine ganze Generation junger Afroamerikaner hinter Gittern gebracht hat. Alles spricht dafür, dass er ein Betrug und ein Misserfolg ist. Und alle anderen, die daran verdienen, meinen, dass wir den Krieg eskalieren sollten. Wir sind anderer Auffassung."
Fred Leatherman, Vorstandsmitglied der NACDL, der größten Vereinigung von StrafrechtsverteidigerInnen in den USA, November 2000

"Ich bin sicher, so sag ich manchmal, wenn ich auftreten würde und sagen würde: hier, ich habe die Lösung, wie wir das Drogenproblem von heut auf morgen lösen können, ich wäre der erste, der abgeschossen wird. Dann würde ein V-Mann auf mich angesetzt, ha, ha."
Ullrich Winternitz, Redakteur der Frankfurter Zeitschrift "Junkfurter Ballergazette", 1993



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Letzte Änderung: 05 07 2007


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