Mittwoch, 9. Dezember 2009Infrastruktur: Historischer BoomNeu auf der Site Infrastruktur: Historischer BoomWas die Finanzierbarkeit betrifft, war in China der kräftigste Anschub zu erwarten; nun herrscht bereits abgesehen von den Überkapazitäten in vielen chinesischen Branchen wie Stahl, Zement, Windenergie etc. Sorge, es könnte zu spekulativen Blasen insbesondere im Immobiliensektor kommen. Überraschend ist für mich bisher, wie gut sich Indien und insbesondere auch Brasilien gehalten haben. Dort hat sich besonders der private Konsum als Antriebsmotor erwiesen, offenbar auch in Zusammenhang damit, dass die Kreditzinsen und -konditionen in Brasilien bis vor der Krise auf einem ungewöhnlich hohen Niveau lagen (Inflationsbekämpfung) bzw. sehr restriktiv waren - und relativ hoch sind sie grundsätzlich noch immer. (Siehe u.a. Quo vadis, Lula?, eine Beschreibung des Grundproblems aus dem Jahr 2002.) Mittwoch, 11. November 2009Diamanten: Vom Schürfen zum SchleifenNeu auf der Site Vom Schürfen zum SchleifenDie weltweite Wirtschaftskrise hat die Nachfrage nach "Luxuskonsumgütern" wie Diamanten einbrechen lassen und Botswana damit natürlich schwer getroffen. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes könnte 2009 um mehr als 11% fallen, auch wenn die Nachfrage nun wieder anzieht - vor allem aus China - und die wichtigsten Minen von De Beers wieder mit 80% der Kapazität produzieren. Eine Diversifizierung der Wirtschaft wäre dringend nötig - siehe etwa diesen Presseartikel vom 20. Oktober 2009: Botswana mulls life after diamonds. Dienstag, 29. September 2009Auslandsverschuldung 2008: Neue Optik
Der Artikel umreißt kurz die gegenüber früher weit verbesserte Position der Entwicklungs- und Schwellenländer vor dem Ausbruch der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise, darunter die hohen Währungsreserven ("Der Süden borgt dem Norden Geld") und die generell positive Leistungsbilanz auf regionaler Ebene. Ausnahme: Vor allem osteuropäische Länder (daher: "Die nächste Krise droht in Europa").
So wie es ein Jahr später aussieht, hat der "Süden" die Krisenfolgen bisher sogar weit besser verkraftet als die reichen Länder, nicht zuletzt dank der enormen Konjunkturspritze in China. Die jüngsten Wachstumsprognosen sind auch allesamt besser als noch vor wenigen Monaten. Eine Entwarnung ist allerdings noch nicht angebracht, nicht zuletzt wegen der ungelösten Problematik des aktuellen Weltwährungssystems (z.B. Wechselkurs US-Dollar - chinesischer Yuan). Samstag, 19. September 2009Armut: Im Nebel der StatistikNeu auf der Site Armut: Im Nebel der StatistikWie es manchmal passiert, wurden die relevanten Daten von der Weltbank genau zwischen Redaktionsschluss und Veröffentlichung herausgegeben. Das Ergebnis: Wie in China, so weltweit - die Zahl der Armen ist weit höher als erwartet, doch die Trends bleiben gleich. 2005 lebten demnach anstatt rund 880 Mio. Menschen rund 1,4 Mrd. Menschen in extremer Konsumarmut. Montag, 1. Juni 2009Zum Jahr der Kartoffel (2008)Neu auf der Site Kartoffel: Steigende Produktion – niedriger ErtragWeiter ging es dann erst im September mit einem Beitrag zur Revision der weltweiten Armutsstatistiken durch Weltbank & Co, den ich Anfang September dieses Jahres hier publizieren werde. Mein Blog wird abgesehen von diesen Verweisen auf neue Artikel wahrscheinlich noch einige Zeit verwaist bleiben - jedenfalls solange ich wie derzeit nicht den Eindruck habe, besonders originelle Inhalte liefern zu können. Montag, 23. Februar 2009ErnährungskriseNeu auf der Site Ernährung: Ernsthafte KriseBeim Verfassen meines Artikels über die hochschießenden Weltmarktpreise für Nahrungsmittel (für das Südwind-Magazin vom Februar 2008, siehe Link in der linken Spalte) hatte ich ein Problem mit dem Begriff "Krise": Wenn schon bisher geschätzte 850 Millionen Menschen weltweit (überwiegend Kinder!) an Hunger bzw. Mangel-/Unterernährung litten, bloß weil das Geld nicht ausreicht, sollte das schlimm genug sein, um zumindest als "Krise" zu gelten - weit eher aber wohl als chronische Katastrophe. |
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