Sind wir allein im Universum?
Meine Ansicht, geprägt von den Ummengen an Science Fiction, die ich in meiner Jugend verschlang: Natürlich nicht.
Jüngste Forschungsergebnisse (2013) scheinen diese Ansicht zu bestätigen - es gibt wahrscheinlich Milliarden erdähnlicher Planeten in unserer Galaxis. Näheres/Links siehe exobiologie
Robert Poth - Weltbild

Die Frage nach meinem Weltbild wird mir überraschend selten gestellt, und auch ich selbst verzichte gegenüber anderen in der Regel darauf. Vermutlich ist das Thema einfach zu schwierig für alltägliche Kommunikationssituationen.

Wie auch immer: Mein Weltbild scheint sich in Nuancen jedenfalls ständig zu ändern. Eine Vorstellung davon bieten vielleicht die beiden folgenden Essays von Richard Tarnas, Leiter des Bereichs Philosophie, Kosmologie und Bewusstsein am California Institute of Integral Studies. Über diese Essays bin ich im Dezember 2003 während einer Internet-Recherche zu einem völlig anderen Thema "gestolpert", was mir übrigens öfters passiert.

geographix
Zwei Weltsichten im Vergleich (Anklicken). Meine entspricht eher der zweiten.

Konventionell



Nach der Bevölkerungszahl

The Passion of the Western Mind

The Great Initiation

Der erste Text ist der Epilog eines gleichnamigen Buchs. Er beginnt mit dem folgenden Zitat:

"We may be seeing the beginnings of the reintegration of our culture, a new possibility of the unity of consciousness. If so, it will not be on the basis of any new orthodoxy, either religious or scientific. Such a new integration will be based on the rejection of all univocal understandings of reality, of all identifications of one conception of reality with reality itself.

It will recognize the multiplicity of the human spirit, and the necessity to translate constantly between different scientific and imaginative vocabularies.

It will recognize the human proclivity to fall comfortably into some single literal interpretation of the world and therefore the necessity to be continuously open to rebirth in a new heaven and a new earth.

It will recognize that in both scientific and religious culture all we have finally are symbols, but that there is an enormous difference between the dead letter and the living word."

Robert Bellah (Beyond Belief)


Wichtig an diesem Zitat erscheint mir die Feststellung, dass wir es sowohl bei neuzeitlich-wissenschaftlichen wie bei "religiösen" Weltbildern mit Modellen der Wirklichkeit, nicht aber mit der Wirklichkeit selbst zu tun haben. Diese Modelle müssen sich nicht unbedingt widersprechen, wie ich es unter astrologie/horoskop reklamiere.

Auch ist das aktuelle wissenschaftliche Weltbild alles andere als "geschlossen" (die Links im Absatz führen zu Wikipedia-Einträgen): Es existieren entscheidende Lücken - in der Physik etwa die Vereinbarung der Aussagen der Relativitätstheorie mit jenen der Quantenmechanik. Wir wissen nicht einmal, woraus unser Universum besteht - "normale" Materie dürfte nur 5% ausmachen, der Rest soll aus (hypothetischer) Dunkler Materie und Dunkler Energie bestehen. Und gerade das für uns Menschen entscheidende Phänomen des (Selbst-)Bewusstseins verweigert sich bis dato einer wissenschaftlichen Erklärung.

Man könnte vielleicht optmistisch meinen, dass es bei der wissenschaftlichen Erklärung der Welt nur mehr um einige letzte Schritte ginge. Aber gerade diese letzten Schritte scheinen jedenfalls besonders schwierig zu sein. Dafür sind die entsprechenden Forschungsgebiete aber auch besonders interessant - für mich zumindest.

Ich habe begonnen, u.a. mit Zitaten ausgeschmückte Links zu diversen Forschungsprojekten/Texten aus den Bereichen Wissenschaft und Technik zusammenzustellen, die sich entweder mit den erwähnten Lücken befassen oder mir aus anderen Gründen beachtenswert erscheinen. Die Startseite dazu befindet sich derzeit unter wissenschaft.



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Letzte Änderung: 02 09 2015

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