Abrisse, Neubauten, Sanierungen, Dachböden: Ein Schnappschuss

Der nachstehende Plan ist ein Schnappschuss der „Aufwertung“ im Brunnen-/Yppenviertel und Umgebung, mit farblicher Kennzeichnung der mir bekannten Projekte der letzten Jahre (inkl. Geplantes).

Abrisse, Neubauten, Sanierungen, Dachbodenausbauten im Brunnen-/Yppenviertel, Stand Juni 2017

Legende: Rot = Abriss bzw. Neubau; Violett = Sanierung (u.a. „Sockelsanierung“); Blau = Dachbodenausbau; Gelb = Geplante Sanierungen/Neubauten, soweit bekannt.

Die Ziffern 1, 2, und 3 bezeichnen Projekte der gemeinnützigen Neuen Heimat bzw. der Gewog – schon fast ein kleines Imperium, das hier entsteht, inklusive der Unternehmenszentrale im Büroturm „Hernalser“ am Gürtel. Das gelb markierte Objekt in der Brunnengasse 54-56 mit dem Hürpas-Supermarkt steht noch, der Neubau soll 2019 fertiggestellt sein.

Unter den Neubauten habe ich auch das ehemalige Marktamt am Yppenplatz sowie das Terrassencafé inkludiert, beides offiziell „Marktstände“. Behübschungen (Fassadensanierungen) habe ich nicht einbezogen. Alles läuft nach „Plan“: Billige Mietwohnungen werden eliminiert, Eigentumswohnungen und „Vorsorgewohnungen“ errichtet, und die sind den Marktgegebenheiten gemäß natürlich teuer.

Der grüne Fleck mit dem x in der Neulerchenfelderstraße bezeichnet das einzige öffentliche Bauwerk, das in den letzten Jahren im Viertel errichtet wurde/wird – der Ausbau der Volksschule in der Gaullachergasse.

Übrigens ist wieder einmal ein guter Bekannter von mir betroffen, bisher wohnhaft in der Grundsteingasse 13 (gelb markiert, rechts unten, Straßenbezeichnung fehlt) auf Basis eines befristeten Mietvertrags. Bis Oktober muss er seine kleine Kategorie-D-Wohnung räumen, da das Gebäude generalsaniert wird. Damit dürften sich seine Wohnkosten realistisch betrachtet zumindest vervierfachen, egal, wo er schließlich landet.

So soll es ja sein, aus offizieller Sicht – siehe Aufwertung alla Viennese.

Wollnerhof plötzlich am freien Markt. Interessanterweise befinden sich die Wohnungen im mit einigen Millionen Euro Steuergeldern sanierten Wollnerhof (Brunnengasse 61-63) nun im Angebot von „at home“, einer gewinnorientierten Tochter der Neuen Heimat mit identischem Sitz im „Hernalser“. Titel: „Wunderschöne Mietwohnungen direkt am Brunnenmarkt“.

Mit der Bindung der öffentlichen Förderung an Gemeinnützigkeit ist es offenbar nicht weit her, wenn die Neue Heimat/Gewog Geld braucht – was m.E. dahinter stecken dürfte.

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