Die AIDS-Blase schrumpft (II – Swasiland)

Die HIV-Infektionsrate weiblicher Teenager (unter 19) im südafrikanischen Swasiland ist dramatisch niedriger als bisher angenommen, ergab eine Studie im Auftrag des UN-Kinderhilfswerks UNICEF: 6% anstatt 32,5%. Gleichzeitig bestätigt die Studie jedoch hohe Infektionsraten bei über 19-Jährigen (40%).
Mehr unter SWAZILAND: New survey shows much lower HIV infection among youth (www.irinnews.org, 27. August 2004).

Der Artikel hinterfragt u.a. die in ganz Afrika übliche Praxis, von positiven HIV-Tests schwangerer Frauen in einzelnen Kliniken auf die Infektionsraten der Gesamtbevölkerung zu schließen. Unterschlagen wird jedoch, dass Schwangerschaft an sich zu falsch-positiven Tests führen kann. Zu den Schätzungsmethoden der WHO siehe aids/hiv – verlorene naivität (Fußnote).

Außerdem wird die niedrigere Rate unter jüngeren Mädchen in Swasiland auf einen Erfolg von AIDS-Informationskampagnen zurückgeführt. Diese Hypothese wurde auch herangezogen, um das Ausbleiben der erwarteten Katastrophe in Uganda zu erklären. Mehr dazu hier.

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