US-Immobilienblase wird wahrscheinlich platzen

Die Spekulationsblase auf den US-Immobilienmärkten repräsentiert eines der derzeit größte Risiken für die US- und die Weltwirtschaft. Mittlerweile bin ich fast überzeugt, dass sie – ohne Interventionen – platzen wird.

Mein Pessismismus wurde neuerlich bestärkt – durch die m.E. exzellente Analyse im Artikel The Housing Bubble Will Probably Burst (9.1.2006) von A. Gary Shilling. Näheres zu der Argumentation vielleicht später in diesem Weblog.

Wir könnten also mit “interessanten Zeiten” rechnen. Fraglich ist etwa, ob die US-Notenbank (Federal Reserve) diesem potenziellen Fiasko – einer möglicherweise schweren Rezession – tatenlos zusehen wird. Wahrscheinlich nicht. Möglichkeiten hat sie – unter anderem direkte Interventionen, siehe meinen letzten Eintrag
Deflation und Zentralbankintervention auf Vermoegensmaerkten
. Die Fed würde dabei natürlich keine einzelnen Immobilen erwerben:

“Similarly the wider existence of real estate investment trusts (REITs) could allow a central bank to undertake open market operations in property generally without having to choose, or to manage, any particular property.” Zitat aus Beyond current policy frameworks, Charles A.E. Goodhart (pdf, 167 kB) von der London School of Economics.

Ich verfolge dieses Thema übrigens nicht als Investor, sondern wegen der großen Bedeutung der US-Wirtschaft für die Wirtschaften der Entwicklungsländer.

Zur US-Wirtschaft und der Politik der Fed allgemein siehe u.a. meinen Kommentar EZB vs. Fed: Schulmeister auf Abwegen? (28.11.05).

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