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Vernachlässigte Krankheiten: Ein Problem der falschen Regeln

Mit dem Patentschutz lässt sich das Problem der Forschung & Entwicklung für vernachlässigte Krankheiten nicht lösen, meint Tido von Schön-Angerer* von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Gespräch mit Robert Poth.

Mit der Kampagne für den Zugang zu essenziellen Medikamenten versucht MSF seit 1999 gegen ein doppeltes Problem anzukämpfen: Der Patentschutz macht die Medikamente, die man bräuchte, zu teuer, und es gibt keine Forschung & Entwicklung (F&E) zu Krankheiten in ärmeren Ländern, weil es dort keinen Markt gibt. (...)

Pharmapatente/TRIPS: Kein Patentrezept

[März 2007]

Die Widersprüche zwischen Pharmapatenten und universellem Zugang zu essenziellen Medikamenten sind noch lange nicht gelöst – auch wenn Novartis Gegenteiliges behauptet.

Zwei Klagen vor dem Obersten Gerichtshof im indischen Chennai, eingereicht im Mai des Vorjahrs, haben dem Schweizer Pharmakonzern Novartis einen eklatanten Imagewandel beschert: Vom Vorbild in Sachen Unternehmensethik und gesellschaftlicher Verantwortung zum Buhmann einer weltweiten Protestkampagne. (...)

Pharmabranche: Mit Zähnen und Klauen, Ergänzung

[Februar 2003]

Die nachstehenden Informationen basieren auf einer Antwort auf einen Leserbrief.

1. Warum werden in diesem Zusammenhang nur die Pharmakonzerne angeprangert?

Link zum Hauptartikel: Mit Zähnen und Klauen; siehe auch die Inhalte unter gesundheit

Grundsätzlich sind Artikel, die sich allein auf einen Industriezweig konzentrieren, im Südwind eine Ausnahme. (...)

Pharmabranche: Mit Zähnen und Klauen

[Februar 2003]

Mit Hilfe der US-Regierung hat die Pharmaindustrie einen WTO-Konsens über den Zugang von Entwicklungsländern zu patentgeschützten Medikamenten vorläufig torpediert. Doch die WTO ist nur eine Front, an der die Top-Pharmaunternehmen ihre Gewinnspannen verteidigen. (...)

Ein Stein kommt ins Rollen

[September 2001]

Mit Nigeria setzt erstmals ein afrikanisches Land in größerem Maßstab Generika zur Aids-Therapie ein. Ob der neue Weltgesundheitsfonds diese Strategie mitfinanzieren soll, ist noch umstritten.

Siehe auch Nationale Notstände sowie die Inhalte unter gesundheit und aids/hiv

Was die Regierung in Nigeria im September in Angriff nimmt, ist ein zweifacher Meilenstein: Erstmals wird mit 15.000 Erwachsenen und Kindern eine größere Gruppe HIV-positiver Menschen in Afrika antiretrovirale Medikamente erhalten, die ihr Leben um Jahre verlängern können. (...)

Aids-Medikamente: Nationale Notstände

[Mai 2001]
Siehe auch Ein Stein kommt ins Rollen sowie die Inhalte unter gesundheit und aids/hiv

Die jüngsten Preissenkungen für AIDS-Medikamente sind vor allem Angeboten von Generika-Herstellern zu verdanken. Zwangslizenzierungen und Einschränkungen des Patentschutzes könnten diesen Prozess beschleunigen, sagen Hilfsorganisationen

Dass es für ein armes Land egal wäre, “ob AIDS-Medikamente 5.000 US-Dollar oder bloß 500 US-Dollar” kosten, mag zynisch klingen – besonders aus dem Mund eines Firmenchefs aus der Pharmaindustrie. (...)

Gesundheitspolitik: Armutszeugnis für den Norden

[April 2000]

Fehlende Investitionsanreize und politisches Desinteresse verhindern, daß die überlegene Forschungskapazität der reichen Länder zur Lösung der Gesundheitsprobleme des Südens eingesetzt wird. Nun wird ein neuer Anlauf genommen – mit Hilfe reicher Philanthropen. (...)