Ölschock in armen Ländern

In reichen Ländern haben sich die hohen Öl- und Gaspreise bisher – mit Ausnahme der Flugbranche – (noch) nicht stark negativ auf das Wachstum ausgewirkt. In ärmeren Ländern, insbesondere in Afrika, wird aber schon von einem Ölschock gesprochen.

Artikel online
Mein Artikel ist nun auf der Website des Südwind Magazins lesbar. Der Link: Ölschock auf Raten

Ich recherchiere gerade für einen Artikel über die Auswirkungen der hohen Öl- und Gaspreise in Entwicklungsländern und bin überrascht, welche dramatischen Folgen bereits feststellbar sind. Mein Artikel wird erst im November erscheinen. Ungeachtet dessen zwei Webtipps:

1. Der folgende Artikel von Ende Juli/Anfang August The Peak Oil Crisis: A Mid Summer Review gibt u.a. einen kurzen Überblick über Folgen in Entwicklungsländern.

2. Die Entwicklung in Afrika lässt sich über das News-Portal allafrica.com verfolgen. Die Site aggregiert täglich massenweise Artikel aus afrikanischen Medien. Nachrichten mit Erdölbezug (englische Version) gibt es unter dem Link allafrica.com/petroleum/.

Fatal ist insbesondere das Fehlen von (ausreichenden) Raffineriekapazitäten in vielen Ländern, weshalb verarbeitete Produkte importiert werden müssen, wo tatsächlich Engpässe bestehen. Das ist absurderweise auch im Ölexportland Nigeria der Fall, wo seit Wochen Millionen gegen Preiserhöhungen demonstrieren. Noch schlimmer ist es, wenn auch die Stromversorgung auf Ölkraftwerken beruht wie etwa in Senegal.

Ölkonzerne haben, wie auch hierzulande, offenbar kein Problem, unter Verweis auf die Preise in Rotterdam die immer fetteren Margen zwischen Produktionskosten und
Produktpreisen einzustreifen, auch wenn das ganze Länder in die Krise stürzt. (Wer sein eigenes Öl verarbeitet, zahlt dafür ja keinen Marktpreis!).

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